Schüler/-innen besuchten "Tschick"

Theater_Tschick_2019_01
15.05.2019 - Christian Kusche

Schüler/-innen besuchten "Tschick"

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„Im Ernst, du musst was machen. Wenn du nichts machst, wirst du verrückt. Lass uns da vorbeifahren. Ist doch wurscht, ob du denkst, es ist peinlich. In einem geklauten Auto ist eh nichts mehr peinlich. Zieh deine geile Jacke an, nimm deine Zeichnung und schwinge deinen Arsch ins Auto. Never. Wir warten, bis es dämmert, dann schwingst du deinen Arsch ins Auto. Nee. Und warum nicht? Ich bin nicht eingeladen. Du bist nicht eingeladen! Na, und? Ich bin auch nicht eingeladen. Und weißt du warum, der Russenarsch ist nicht eingeladen. Aber weißt du, warum du nicht eingeladen bist? Siehst du – du weißt es nicht mal. Aber ich weiß es. Dann sag’s, du Held. Weil ich langweilig bin und scheiße ausseh. Tschick schüttelte den Kopf. Du siehst nicht scheiße aus. […] Du musst auffallen, Mann!“ (Aus: Herrndorf, Wolfgang: Tschick. Rowohlt, 2010)

Obiger Textausschnitt aus dem genialen Kult-Jugendroman (so eine Art Jugendsprache-Roadtrip-Erzählung zweier Pubertierender) vom leider viel zu früh verstorbenen Autor Wolfgang Herrndorf liest sich doch sehr spannend, nicht wahr? Und jetzt stellen Sie sich vor, dass dieses Stück auf die Bühne gebracht wird. So geschehen (man glaubt es kaum) am Kleinen Haus des Landestheaters Bregenz, ähhhh nein, in „THE BOX“ wie das Ding nun heißt. Und: Die Inszenierung erfreut sich großer Beliebtheit bei Alt und Jung und wurde bereits mehr als hundert Male gespielt. Jedenfalls war die Show für die 4. und 5. Klassen Mitte Mai recht spaßig und richtig chillig-krass (So sagt man doch?) mit V-Effekt und so (Kennst du nicht? Is´ so ´n Ding von Brecht, Mann.), um es als Tschick zu sagen. Einige Schüler zeigten sich regelrecht begeistert; und das will was heißen. Sogar Prof. Müllers Bart wie auch die Tasche eines Schülers wurden ins Stück integriert und auch die Bezüge zur aktuellen Politik in Österreich kamen nicht zu k/Kurz. :-) Wer das Stück noch nicht gelesen/ gesehen hat: It’s an absolute Must! Gibt es auch als Film.

Ein herzlicher Dank ergeht an: die Direktion für die Genehmigung, die Administration für die Umstände, Verena Nesensohn, Andreas Schönmetzler und Walter Müller für die angenehme Begleitung und den Schülerinnen und den Schülern der Klasse 4a, 4b und 5a für das tadellose Verhalten.

Robert Senoner

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