Schüler/-innen der Riedenburg und Mehrerau gestalten gemeinsame Adventsandacht

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16.12.2013 - Christian Kusche

Schüler/-innen der Riedenburg und Mehrerau gestalten gemeinsame Adventsandacht

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Nach den positiven Rückmeldungen aus dem vergangenen Jahr kam es zu einer Zweitauflage - diesmal mit der Riedenburg als Gastgeber - einer Rorate der beiden katholischen Privatschulen. Und so traf man sich am Montag, den 16.12.2013, in den alt-ehrwürdigen Mauern des Sacré Coeur um 06:30 Uhr zu einer von Pater Vinzenz Wohlwend gestalteten Andacht, um den Tag und die letzte Schulwoche besinnlich und ruhig anzugehen und sich Gedanken über das Fest der Weihnacht zu machen. Dabei wurden Texte wie Fürbitten, die im Vorfeld im (Religions-)Unterricht vorbereitet worden waren, vorgetragen. Im Anschluss an die Rorate gab es auch heuer wieder als Ausklang ein gemeinsames Beisammensein im Rahmen eines ausgedehnten Frühstücks.

Mit dabei waren nicht nur die Klassen 2b und 4b des Collegiums sowie eine weitere Klasse der Riedenburg: Auch Sr. Laura, Dir. Christian Kusche sowie die Kollegen Michael Flatz, Michael Rauth, Fabian Bonetti und Arno Röser mit Frau Sonja beehrten die Organisatoren Riedmann/Senoner mit ihrer Anwesenheit. Herzlicher Dank ergeht nicht nur an die Schüler/-innen fürs Mitmachen, sondern auch an alle, welche dieses tolle Event ideell und finanziell unterstützt bzw. möglich gemacht haben. Besonders den Kollegen Stefan Riedmann sowie Pater Vinzenz darf ich gesondert danken. Und nicht zu vergessen: Kai Roos und Pascal Dörflinger (4a), die, um als Ministranten zur Verfügung zu stehen, freiwillig um 05.30 Uhr aufgestanden waren. Nicht zuletzt danke ich auch den als Taxi fungiert habenden Eltern. Einen absolut lesenswerten Text, denen ich Ihnen nicht vorenthalten möchte und welchen die Klasse 4b im Fach Religion unter den Fittichen von Andreas Schönmetzler (danke hierfür!) verfasst hat, finden Sie untenstehend. Nehmen Sie sich die Zeit, diese besondere Weihnachtsgeschichte zu lesen; es lohnt sich. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alle Frohe und gesegnete Weihnachten. Um es auf Ladinisch zu sagen: BON NADEL!

Robert Senoner

Gedanken zur Weihnachtszeit

Wir schreiben das Jahr 4030. Die Schülerinnen und Schüler des Planeten 0043 machen sich mit ihren Lehrern auf eine Exkursion, die sie zum weit entfernten Planeten Erde führen soll. Auf ihrer Reise durch die Welten machen sie an einem großen Binnensee halt und stapfen gelangweilt durch die verfallenen Gebäude und hören missmutig den Vorträgen ihrer Lehrer zu. In einem Gebäude sehen sie vergilbte Fotos an einer Wand hängen, datiert vom 16.12.2013. Es ist nicht viel zu erkennen, da es sehr dunkel gewesen sein muss. Einzelne Kerzen brennen und verschlafene Gesichter von Mädchen und Jungen sind zu sehen. Über den Fotos steht in großen Lettern: „Christ der Retter ist nah!" Verwundert schauen die Schüler des Planeten 0043 sich gegenseitig an. Wer soll denn dieser Christ sein? Noch nie gehört. Und wieso Retter? Dieser fremde und geheimnisvolle Satz lässt die Schüler nicht mehr los. Sie stöbern weiter in den Ruinen und finden ein Lexikon. Dort suchen sie nach diesem Christ: Jesus Christus geboren im Jahre 0 in Bethlehem. Wie zum Teufel können sich junge Leute 2013 Jahre nach der Geburt dieses Christus' gemeinsam versammeln und anscheinend seiner gedenken? Und weshalb haben sie selbst ungefähr nochmals so viele Jahre später nie etwas davon gehört? Die Schüler und Lehrer vom Planet 0043 machen sich mit ihrem Raumschiff auf und steuern dieses Bethlehem an. Dort finden sie, wie schon an dem großen See, nur baufällige Gebäude. Wo ist jetzt dieser Christus, der der Retter sein soll? Sie finden einen Wegweiser, auf dem Geburtskirche steht. Sie folgen dem Pfeil. Sie folgten dem Pfeil, dem Wegweiser, wie auch schon die heiligen drei Könige aus einem fernen Land dem Stern gefolgt sind, um den Retter zu suchen. [kurze Pause] Welchen Hinweisen und Reizen folgen wir, die wir hier bei dieser Rorate versammelt sind? Wollen wir auch Christus den Retter am Weihnachtsfest in der Krippe finden oder suchen wir nicht eher nach den Geschenken unter dem Christbaum? Diese große Sehnsucht nach dem Retter, von der die Weisen aus dem Morgenland getrieben waren, würde auch uns gut zu Gesicht stehen, damit Christus der Retter in ein paar tausend Jahren nicht wirklich vergessen ist wie in dieser Geschichte.

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