"Kollegensport" in Gröden

Kollegensport_Südtirol_01
25.09.2012 - Christian Kusche

"Kollegensport" in Gröden

Kollegensport_Südtirol_01

Im Rahmen einer SCHILF (Verhandlungen über Reisekostenrückvergütung mit LSR Vorarlberg laufen noch ... ;-)) verbrachte der sogenannte "Kollegensport" (Flatz U. und M., Preinig M., Stockinger M. und Senoner R.) ein einmaliges Wochenende vom 21. – 23.9.2012 im wunderschönen Gröden, der Heimat unseres Ladiners. Unten stehend finden sich einige Eindrücke in Form eines Blogs.

Entry: Markus Preinig Vor uns ein gewaltiges Felsmassiv, getaucht in Abendrot - perfekt in Szene gesetzt präsentierte sich der mächtige Sellastock nicht ohne seine Wirkung zu verfehlen. Superlative durchbrachen die Stille und eine angespannte Freude ob der „Wanderung“ am nächsten Tag stellte sich ein. Mehr als 3.000 Meter oberhalb des Meeresspiegels fühlten wir uns dem Himmel ein Stück näher. So manch schwierige Passage über Fels und Eis am Seil entlang kostete Überwindung, doch wurde sie im Team gemeistert. Die atemberaubende Schönheit dieser Landschaft, die herzliche Unterbringung in der Pension Senoner, die professionelle Betreuung durch unseren Grödner Bergführer, die deliziöse Pizza am Abend, vor allem aber das freundschaftliche Miteinander außerhalb der Schule hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Entry: Robert Senoner Dass ich meinen Kollegen und Freunden endlich mal zeigen konnte, wie meine Heimat aussieht, freut mich außerordentlich. Der Satz, den mittlerweile bereits (aber nicht nur) alle meine Schüler mehrmals gehört haben, „Südtirol ist der schönste Ort der Welt!“, hat somit den Status einer gemeinen Aussage gegen jenen eines Faktums eingetauscht. Davon abgesehen war unsere Wanderung mehr als das: Vielmehr handelt es sich dabei um eine ordentliche Bergtour im superalpinen Gelände gepaart mit sehr kollegialem, ungezwungenen Umgang mit- und untereinander. Das ein oder andere Geheimnis wäre im schulischen Alltag sicherlich niemals gelüftet worden. In diesem Sinne „Berg Heil!“. Und noch etwas: Ein „CB“ für Collegium Bernardi hat es auf 2.900m sicherlich noch nie gegeben!

Entry: Markus Stockinger „Teambuilding“ der besonderen Art: Ladiner, Südtiroler, Kärntner und Vorarlberger verbringen gemeinsam ein unvergessliches Wochenende in den Dolomiten. Piz Boè, Marmolata, Pisciadú und Langkofel sind auch für einen alpinerfahrenen Geographen klingende Namen. Eine siebenstündige Höhenwanderung in dieser beeindruckenden Bergwelt ist schon ein besonderes „Kollegensportereignis“. Einzig die Tatsache, dass nur der „Einheimische“ keinen Muskelkater davongetragen haben soll, ist mir unverständlich! Wir werden uns also für ein eventuelles Schiwochenende im Winter sicher besser vorbereiten!

Entry: Ulrich Flatz (leicht sentimental) Wie alle großen Ideen, brauchte auch diese ihre Zeit um zu reifen. Wie alle denkwürdigen Projekte, brauchte auch dieses seinen Spiritus rector, der die Sache in die Hand nahm. Wie alle unvergesslichen Reisen, brauchte auch diese ihr tragfähiges Team oder – noch besser - eine Handvoll Freunden. Wie jedes bevorstehende Abenteuer, brauchte auch dieses die Sonne von oben. Und so standen wir eines Tages fassungslos im Schatten des Langkofel und wussten, dass die Majestät der Berge keine Erfindung Luis Trenkers war. Wir seilten uns ab Richtung Grödner Joch und außer unserem local hero spürten alle, dass der Grat zwischen knochentiefer Angst und unbändiger Freude ein schmaler sein kann. Wir saßen bei gutem Essen und Getränk, wir führten die langen Gespräche und wir merkten, dass es egal war, ob sie Tiroler oder Ladiner oder Italiener waren. Wir genossen die Gastfreundschaft und die Zeit und wir ahnten, dass alles kein Zufall sein konnte. Wir kehrten nach Hause zurück und waren nicht mehr dieselben.

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