"Berühren erwünscht" beim Besuch der INATURA

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22.06.2013 - Christian Kusche

"Berühren erwünscht" beim Besuch der INATURA

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„Wir gehen ins Museum.“ Dieser Satz löst bei vielen Kindern und Jugendlichen heute keine Begeisterungsstürme aus. Die INATURA Dornbirn ist jedoch weit vom Klischee einer langweiligen Ausstellung entfernt, in der verstaubte Artefakte hinter gläsernen Wänden ausgestellt sind. Ganz im Gegenteil – hier darf man nicht nur Gegenstände anfassen, hier ist es ausdrücklich erwünscht Tierpräparate und lebende Tiere zu berühren (letztere natürlich nur unter fachkundiger Aufsicht von Experten), physikalische und technische Phänomene an verschiedenen Stationen zu erforschen und so interaktiv und spielerisch zu lernen. In der Ausstellung „Das Wunder Mensch“, die erst seit knapp einer Woche zu besichtigen ist, war es allen Interessierten möglich, im wahrsten Sinne des Wortes in sich zu gehen – einzutauchen in den menschlichen Körper und seine Systeme.

Die Schüler der Klasse 1a hatten die Gelegenheit diese faszinierende Welt zu betreten und zu erleben. Aufgeregt und voll der Vorfreude machten sie sich nach der Ankunft in kleinen Gruppen auf den Weg, um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Doch schon bald trafen sich alle im Eingangsbereich, um an einer Führung teilzunehmen. Die Tierwelt und die besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften ihrer Vertreter standen im Mittelpunkt der nächsten Stunde. In Bild und Ton wurden einzigartige Phänomene präsentiert, die auch für uns Begleitpersonen völlig unbekannt waren. Hand aufs Herz – wussten Sie, dass die Zunge eines Blauwals so schwer ist wie ein Elefant, dass ein männliches Schnabeltier zu den wenigen giftigen Säugetieren zählt, oder dass es einen Vogel gibt, der sogar die Geräusche von Motorsägen täuschend echt imitieren kann? Einige unserer Schüler wussten dies, was uns Lehrer und Erzieher wiederum sehr beeindruckte. Auch der britische Tierfilmer Sir David Attenborough (liebevoll als „Uncle David“ bezeichnet) war vielen bekannt, und sorgte für angeregte Diskussionen.

Das wahre Highlight waren jedoch die Tiere, die man angreifen konnte. Als erstes wurde ein Laubfrosch herumgereicht. Alle wollten ihn anfassen, wenngleich der Frosch bei Stress oder Gefahr einen Wasserstrahl abschießen kann, doch der ließ recht unbeeindruckt die ganze Prozedur friedlich über sich ergehen. Als nächstes war eine Stabheuschrecke an der Reihe, ein überdurchschnittlich großes Insekt, das in seiner Körperform bizarr anmutend über die Handrücken der Schüler krabbelte. Zum Abschluss bekamen wir noch eine Schlange zu Gesicht, welche die Kinder mutig in der Hand hielten (das Betreuerteam war da etwas weniger mutig).

Christoph: Der Ausflug in die INATURA Dornbirn war eine tolle Idee und wir haben sicher viel gelernt und experimentiert.

Julian: Das war ein toller Ausflug, das steht fest. Die meisten Fotoapparate liefen HEISS. Ausgestopfte Tiere, coole Experimente ... sind einfach super. Ich vermute, allen hat es gefallen.

Paul N.: Der Ausflug in die INATURA hat viel Spaß gemacht. Wir haben viele Tiere gesehen und auch angefasst. Besonders hat uns der Lawinenfilm gefallen.

Lukas: Ich fand es sehr cool! Am besten fand ich die Tiere und die Technik! Ich/wir hatten sehr viel Spaß! Ich hoffe, dass wir bald wieder einen Ausflug machen und dass er genauso viel Spaß macht wie heute. Ich gehe bestimmt ein zweites Mal in die INATURA und vielleicht nehme ich auch noch meine Familie mit!

Markus Preinig

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