Schüler der 3b erleben besondere "Wanderung"

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29.09.2012 - Christian Kusche

Schüler der 3b erleben besondere "Wanderung"

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„Wow!“, „Hammer!“, „Cool, Alter!“ Auf diese und ähnliche Weise (beginnend mit einem „G“) beschreiben zum Teil müde Buben und verdreckte Klamotten tragende Schüler sehr treffend das Erlebnis vom 28. September 2012 der Klasse 3b in Begleitung von Herrn Bonetti und Herrn Senoner. Action, Bewegung, Klettern, Kriechen, Dunkelheit, Dreck: Das sind die richtigen Zutaten für einen Wandertag mit Buben (bereits der 2. in dieser Woche!).

In einer sechsstündigen Tour gelang der wandererprobten Truppe (mittlerweile so gut ausgerüstet, dass der Everest bestiegen werden könnte) die Erkundung der sogenannten in den Fünfzigern entdeckten „Schneckenhöhle“ (1.5 km Länge, ca. 300-400 Hm Differenz, mehrere Seitengänge) bei Schönenbach im Bregenzer Wald, ein ultimatives Event der absolut besonderen Art, zumal nicht all zu viele Vorarlberger und -innen bis ans Ende des Ganges vordringen konnten. In mehreren „Windlöchern“ und dem „Spinnengang“ (Name rührt nicht von den Tieren her, sondern beschreibt eher die Art der Fortbewegung, also das Kriechen) durfte jeder an seine Grenzen gehen und überprüfen, inwieweit eine Klaustrophobie vorliegt. Offensichtlich war dies nicht der Fall, auch wenn das Aufrechtgehen bei weitem nicht an allen Stellen möglich war: So mussten wir etwa klettern oder durch schmale Gänge kriechen, teilweise sogar durch kleinere Rinnsale bzw. Bächlein. Auch wenn der ein oder andere fragte: „Muss ich hier durch, oder kann ich auch umdrehen?“, hat niemand gekniffen. Besonders toll war die Erfahrung der totalen Stille und Dunkelheit, als für einige Minuten alle still sein und die Lampen ausdrehen mussten (zweiteres klappte einwandfrei).

Nicht nur das Wandern und das besondere Erlebnis in der Klassengemeinschaft standen im Vordergrund dieses Tages. Höhlenforscher Heinz Rhomberg, dem an dieser Stelle ausdrücklich nochmals für seine kompetente und auch sichere Führung gedankt sei, versorgte uns an passenden Stellen immer wieder mit spannenden geologischem, biologischem, geographischem, historischem und physikalischem Wissen, sodass wir ausreichend über Aufbau, Geschichte und Entstehung der längsten Höhle Vorarlbergs informiert wurden (ganz zu schweigen von den „Pinkeltipps“).

An kleineren Kollateralschäden, wie es diese bei jedem Wandertag zu berichten gibt, seien folgende erwähnt: - L. R. rutschte beim Durchqueren des Höhlenbaches gleich mal (fast) knietief ins eiskalte Wasser. - D. E. stolperte beim Aufstieg über seine nicht zugeschnürten Bergschuhe. - Aus L.Rs. Overall wurde ein Minirock (s. Bild). - Leider waren fünf Schüler verhindert und konnten somit an dieser historischen Begehung nicht teilnehmen.

Fazit: Die Höhlenwanderung ist ein einmaliges Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Wer in der Höhle war, ist danach ein anderer Mensch, eine solche Faszination übt diese auf einen jeden aus. Daher kann diese Tour nur wärmstens empfohlen werden. Unter www.schneckenloch.at bzw. bei der Klasse 3b finden Interessierte weitere Informationen. Gäbe es das Schulfach „Wandern“ müsste ich der 3b einen glatten Einser verpassen. :-))

Robert Senoner

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