Dem Wetter trotzend auf den Hohen Freschen

Freschen_2013_08
05.07.2013 - Christian Kusche

Dem Wetter trotzend auf den Hohen Freschen

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„Unwettergefahr, starke Regenfälle ab Mittag möglich!“ Diese Radioprognose für den 3. Juli 2013 ließ mich mehr als sauer aus dem Bett springen und das Niederschlagsradar für diesen Mittwoch „checken“: Riesige dunkelblaue und sogar rote Felder zeigten sich darauf aus westlicher Richtung. Die Laune wurde nicht besser! Aber die anderen Begleitpersonen bewahrten ruhig Blut… (Großteils) zu recht, wie sich herausstellen sollte.

Trotzdem begab sich das wanderaffine Alpinistenteam Rauth, Bonetti, Getzner, P. Andreas, Senoner mit den Klassen 1b und 3b auf den Weg in Richtung HOHEN FRESCHEN. Und im Nachhinein war die Entscheidung goldrichtig; eh klar. Bei optimaler Temperatur, kaum nennenswertem Nieselregen, hie und da minimalen Sonnenfenstern - wer wollte, konnte in der Ferne mit viel Phantasie das gelbe Rund erkennen -, gut gelaunten, netten und topausgestatteten Schülern - naja zu 98% wenigstens -, noch besser ausgestatteten und vor allem sympathischen Begleitpersonen, einem Berg für uns alleine und gemütlichem, warmem Freschenhaus (ebenfalls „geschlossene Gesellschaft“) war die Expedition ein voller Erfolg. Es folgen die Highlights im Telegrammstil:

- Schüler über den ultramatschigen Weg: „Nächstes Mal machen wir gleich Schlammcatchen in Unterhosen!“

- Kollege Bonetti über die Aussicht von der Hütte aus nach dem Starkregen: „Na, Robert! Nie und nimmer isch des der Bodasee und Lindau!“ (Raten Sie mal, wer Recht behielt.*)

- Schüler im Zug auf Rückfahrt: „Herr Bonetti, ich glaube, ich habe vergessen, die Unterhose zu wechseln.“ (Was wir immer schon wissen wollten, aber nie zu hinterfragen gewagt haben.....)

- Wirtin zu*: „Soweit seimer scho. Dass die Tiroler (recte: SÜDtiroler) jetzt scho den Einheimischa säga müassa, welche Aussicht man von wo heat!”

- Prof. Senoner und die Schüler haben sich in Pauline verliebt (s. Bild). - Kollege Rauth hatte - ob des etwas durchnässten Bodens (nur ganz a „Kläle“) - Probleme mit der Bodenhaftung.

- Prof. Senoner: „Pater Andreas, schnarchst Du?“ Die - mehr als logische - Antwort auf die blöde Frage: „Keine Ahnung, ich schlafe immer alleine!“ Was für eine Frage aber auch, ist doch wahr….

- Kollege Getzner war nach dem Abstieg gen Bad Laterns als einziger so sauber, als hätte er frische Schuhe und Hosen angezogen. Hier mag nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Vielleicht verfügt er wie im Nibelungenlied über eine Tarnhose und -schuhe.

- Prof. Senoner: „Do, schaugt’s amol! I spür do irgendwo an blauem Himmel!” Prof. Rauth/Bonetti (simultan): „Spinnsch jatz!?”

- Schüler XY: „Herr Senoner! XY hat mir aufs Kopfkissen gefurzt“…. (Hiiiiilfe, was soll man da als Pädagoge eigentlich antworten?)

- Schüler: „Gehen wir jetzt noch auf den Gipfel?“ Prof. Bonetti: „Also i und der Herr Senoner mir sind stark dafür!“ Schüler: „Neeeeeeein!“

- Kollege Getzner ist ein ausgekochtes Schlitzohr, wenn’s ums „Mäxle-Spielen“ geht. Po-po-po-po-po-po-po-pokerface!

Fazit: Zwar absolut verdreckt und vermutlich durchaus müde (dafür mit viel „interessantem“ Wissen), blicken wir auf ein Event der Sonderklasse zurück, schließlich hatten wir Berg, Hütte (und auch Pauline wohlgemerkt) ganz für uns alleine. Es sei nur am Rande angemerkt, dass (Schuld ist die verdammt frühe Nachtruhe [22.00 Uhr]) die nächste Tour für Herbst 2013 nicht nur geplant ist, sondern bereits seitens der Direktion genehmigt wurde. Liebe Schüler: Lasst euch überraschen! Ihr wart eine total angenehme Truppe (Kissenschlachten gehören halt auch dazu) und habt euch wandertechnisch sehr versiert angestellt. Besser können die letzten Tage vor der Zeugnisvergabe gar nicht genutzt werden. Schöne Ferien!

Robert Senoner

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