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Kurze Geschichte einer langen Tradition

Wer, wie das Collegium Bernardi, in die Zukunft aufbrechen möchte, muss auch immer einen Schritt zurück in die Vergangenheit gehen. Es gilt, Vergangenes sich anzusehen und zu reflektieren, um daraus für zukünftige Zeiten zu lernen.

Die Anfänge des Collegiums am Bodensee
Im Jahre 1841 müssen die Zisterziensermönche von Wettingen ihr Kloster bei Zürich wegen der Aargauer Kantonskriege verlassen. Am 18. Oktober 1854 kommen die Zisterziensermönche aus Wettingen in die ehemalige Benediktinerabtei Mehrerau und beginnen dort ihr klösterliches Leben. Schon bald wird beschlossen, auch am Bodensee, wie zuvor schon in Wettingen, eine klösterliche Lehr- und Erziehungsanstalt aufzubauen. Bereits im Herbst 1854 besuchen sieben Zöglinge die Schule mit angeschlossenem Internat.

Phase des Wachstums
Das Collegium ist von Anfang an sehr beliebt. Im Schuljahr 1862/63 zählt man bereits 50 Schüler, im Schuljahr 1883/84 sind es schon 100. Wegen der schnell wachsenden Schülerzahl werden im Jahr 1884 großzügige Um- und Neubauten realisiert. Seit der Fertigstellung der umfangreichen Arbeiten 1886 trägt das Haus offiziell den Namen Collegium Sancti Bernardi. Das Collegium Bernardi entwickelt sich auch weiter äußerst positiv – 1894 werden erstmals 200 Schüler unterrichtet.

Schwere Zeiten um den ersten Weltkrieg
Während des ersten Weltkriegs wird der Schulbetrieb für rund 150 Schüler aufrechterhalten, obwohl im Nordflügel des Collegiums ein k. und. k. Reservespital untergebracht ist. Nach Beruhigung der Lage im Jahr 1919/20 folgen weitere Meilensteine in der Geschichte des Hauses: Die Basis für die achtjährige Gymnasialform wird gelegt und es werden entscheidende bauliche Veränderungen getätigt. Der Schultrakt wird genau an der Stelle errichtet, an der er heute noch steht.

Der Polenta-Express
1925 wird erstmals eine eigene Collegiumsküche in Betrieb genommen. Bis dahin gibt es den so genannten „Polenta-Express“. Da die Klosterküche damals für die Verpflegung der Schüler zuständig ist, wird das Essen über einen Schienenstrang quer über den Hof zum Collegium gebracht. So kam es zu diesem lustigen Namen.

Im und nach dem zweiten Weltkrieg
Während des zweiten Weltkriegs wird das Collegium Bernardi aufgelassen – die Gebäude dienen ab 1938 vor allem als Lazarett, das Kloster wird von den NS-Behörden aufgehoben. Nach Ende des Kriegs kehren die Mönche ins Kloster zurück, auch das Collegium Bernardi wird fortgeführt. Da sich die Räume der Schule jedoch noch immer in den Händen der französischen Besatzungsmacht befinden, wird wieder in den Räumen des Klosters unterrichtet.

1950 erfolgt die vollständige Umsiedelung ins Collegium. Nachdem die Schule 1953 wieder das volle Öffentlichkeitsrecht erhält, finden im Jahre 1954 erstmals nach 16 Jahren wieder Reifeprüfungen statt.

Moderne Zeiten im Collegium Bernardi
1974 wird die ehemalige landwirtschaftliche Schule umgebaut, es entsteht der so genannten „Neubau“, in dem der Internatsbereich der siebten und achten Klasse untergebracht ist. 1982 wird die neue Turnhalle errichtet, welche später auch die Erweiterung der Schule durch einen Sportzweig erleichtert.

Nach mehreren baulichen Adaptionen wird in den Jahren 1996/97 der Schultrakt komplett umgebaut, um den Ansprüchen einer modernen Schule Rechnung zu tragen. Architektonischer Leiter der Umbaumaßnahmen ist Hermann Kaufmann, ein international renommierter Architekt aus Vorarlberg.

Heute findet der Unterricht in modernen, lichtdurchfluteten Klassenzimmern statt. Sämtliche Unterrichtsräume sind multimedial ausgestattet mit PC, Internet, Beamer und Soundanlage – ein Unterricht unter Einbindung neuer Medien ist damit möglich. Das Collegium Bernardi ist schon heute für morgen gerüstet. Die Zukunft kann kommen.

Ab dem Schuljahr 2016/17 öffnet das Collegium Bernardi die ersten Klassen auch für Mädchen.
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Bildergalerie

Collegium Bernardi, Geschichte
Collegium Bernardi, Geschichte
Collegium Bernardi, Geschichte
Collegium Bernardi, Geschichte
Collegium Bernardi, Geschichte, Glaspalast
Collegium Bernardi, Geschichte, Polenta-Express
Collegium Bernardi, Geschichte, Polenta-Express

Schuldirektoren

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Untrennbar mit der Geschichte des Collegium Bernardi verbunden sind die Schuldirektoren

Hymne Collegium Bernardi

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