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Mag. Tobias Lenz wird Lehrer an der Mehrerau

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Prof. Tobias Lenz begann mit Anfang dieses Schuljahres sein Dienstverhältnis am Collegium Bernardi. Seine Unterrichtsfächer sind Geographie und Wirtschaftskunde sowie Geschichte & Politische Bildung. In diesem Interview gewährt er uns einen kurzen Einblick in seine schulischen Erfahrungen, seine Ideen zu schulpolitischen Themen sowie in sein privates Leben.

Wie lange bist du bereits am Collegium und welcher ist dein Tätigkeitsbereich?

Seit September 2012 unterrichte ich die Fächer „Geographie & Wirtschaftskunde“ und „Geschichte, Sozialkunde & Politische Bildung“.

Wie würdest du den allerersten Eindruck beschreiben, als du an die Mehrerau kamst?

Obwohl der Schultrakt nicht groß ist, habe ich mich schon vor meinem Bewerbungsgespräch verlaufen. Aus architektonischer Sicht gefällt mir die Mischung zwischen alt und neu allerdings sehr gut. Auch, dass unsere Schule Teil eines Klosters ist, bringt ein besonderes Flair mit sich.

Vielfach ist zu hören, dass die Jugend von heute frech und unerzogen sei. Wie stehst du dazu?

Die Jugend ist heute nicht anders als früher! Dazu fällt mir ein passendes Zitat des griechischen Philosophen Sokrates ein: „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ (Sokrates, um 469 v. Chr. - 399 v. Chr.)

Wo siehst du Schule und Internat in zehn Jahren?

Der allgemeine Trend in Österreich geht ganz klar in Richtung Ganztagsschulen. Durch die Führung eines Internats gibt es bei uns diese Form bereits. Wir sollten aber diesen Vorsprung nützen und einen Schritt weiter gehen. Die Aufgabe des Collegiums wird nicht nur sein, Schüler zu unterrichten und zu betreuen, sondern kleine Intensiv-Lerngruppen zu schaffen, welche die Schüler auf Prüfungen vorbereiten, sodass die Eltern entlastet werden. Die Entwicklung unserer Gesellschaft zeigt nämlich, dass immer häufiger beide Elternteile einem Beruf nachgehen. Alleinerziehende sind davon auch betroffen. Aus diesem Grund wird die Erziehungsarbeit in Schulen immer noch wichtiger.

Welche persönlichen und beruflichen Ziele hast du vor Augen?

Mit meiner Berufswahl habe ich mich zu einem großen Teil bereits selbstverwirklicht. Ich gehe jeden Tag sehr gerne zur Arbeit und habe Spaß an der Arbeit mit jungen Menschen. Mein persönliches Ziel ist jedoch die Politik. Derzeit bin ich sehr aktiv in der Dornbirner Kommunalpolitik. Vielleicht öffnet sich mir in ferner Zukunft eine weitere Türe in der Politik.

Hättest du drei Wünsche an eine gute Fee frei, wie würden sie lauten?

1. Gesundheit, 2. Zufriedenheit und 3. ein tägliches Lächeln für jeden Menschen auf der Welt.

Was war deine spannendste Reise?

Meine spannendste Reise war eine mehrwöchige Exkursion durch Kolumbien. Neben vielen besonderen Erlebnissen war das Highlight, als wir Studenten für einige Tage auf mehrere Fincas (Bergbauernhöfe) aufgeteilt wurden, um für ein Projekt der UNO zu arbeiten. Der Lebensstandard war dort sehr niedrig: kein fließendes Wasser, ein Rohr im Boden (Plumpsklo) und Bettmatratzen, in denen kleine Tiere lebten. Dort habe ich unser Leben in der westlichen Welt wirklich zu schätzen gelernt. Seit dieser Erfahrung gehe ich zufriedener durch mein Leben.

Was ist dein persönlicher „Hotspot“ in Vorarlberg?

Die Hängematte in meinem Garten. Meine Familie und Freunde versammeln sich regelmäßig an diesem schönen Plätzchen mit Blick auf den Bodensee.

Was war dein bestes Konzert?

Ich war schon auf eigenen Konzerten. Das beeindruckendste war mein erstes Festival mit 16 Jahren (Sankt-Gallen-Openair).

Jamie Oliver oder Mamas Küche?

Jamie Oliver! Nicht, weil meine Mutter nicht kochen kann, sondern eher, weil ich selber gerne koche und dabei viel experimentiere.

Welches Buch liest du gerade?

Derzeit lese ich das Buch „Er ist wieder da“ von Timur Vermes. Adolf Hitler wacht im Sommer 2012 mitten in Berlin auf … – eine Politsatire.

   

Factbox

Name: Tobias Lenz
Fächer: GWK, GSPB
Lieblingsmusik: Queen, ACDC
Lieblingsbuch: „Der Name der Rose“ – Umberto Eco
Lieblingsspeise: Pasta
Lieblingsreiseziel: Griechenland
Lieblingsberg: Hochstadel (Grenzberg zwischen Kärnten und Osttirol)
Lieblingsmotto: „Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.“ (Indisches Sprichwort)

Lieber Tobias, das Mehrerauer Team schätzt sich glücklich, mit dir einen großartigen Kollegen und liebenswerten Menschen in seiner Mitte zu wissen. Deine ansteckend gute Laune und deine Freude am Unterrichten sollen dir auch im nächsten Jahr erhalten bleiben.